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men) mit der Feinheit ganz sichtlich zu; die Aorte am Herzen hat folglich fn dieser Rücksicht die dünnesten Haute, ihr kleinster oder entferntester Zweig aber die dicksten; daher kann das Herz die Hauptstämme merklicher, als die Aeste, verändern; daher erfolgen an der Aorte am häufigsten die Arteriengeschwülste, die sich oft mit einer Berstung endigen. Man sah die Aorte selbst ohne vorhergegangene Erweite­rung bersten.

Die Lungenarterie ist durchaus im Verhältnisse ihrer Größe weit dünnhäutiger, als die Aorte.

Verhältnismäßig haben großgewachsene Leute oder Riesen dünnhäutigere Arterien als kleine Lente oder Zwerge.

Auch ist die Haut am gewölbten Theile einer ge­bogenen Arterie dicker als am ausgeschweiften (con- caven) Theile, z. B. am Bogen der Aorte ohngefähr wie 8 zu 7.

Dieses Verhältniß ist nicht immer das nämliche.

§. 55 .

Doch ist dieses Verhältniß der Dicke der Arte­rienhäute zur Weite der Mündung in allen Augen­blicken in der nämlichen Arterie nicht das nämliche.

Während ihrer Ausdehnung nämlich ist sie dünn­häutiger, als während ihrer Zusammenziehung.

Auch sind die vollen Arterien blutreicher Personen