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Daß oft Blutungen, besonders der Venen, sich von selbst stillen, ist dagegen kein Einwurf.
5) Die Einbringung von Arzneyen oder Giften (lnkuslo) in die Venen s , die bald ihre Wirkung auf den ganzen Körper äußerten, beweißt offenbar, daß das Blut, womit ein solches Gift fortströmte, aus den Venen ins Herz, und durch dieses in den ganzen Körper gelangte. Ein auf diese Art ins Blut gebrachtes Brechmittel wirkte daher auf den Magen, und machte Erbrechen; ein Purgiermittel wirkte auf die Därme, und machte offenen Leib; Mohnsaft machte Schlaf. — So beym Menschen, so auch bey Thieren.
6) Der Bluttausch (Transfusio) 7 . Man zapfte Blut aus einer Vene ab, und ließ dafür aus der Arterie eines andern Körpers Blut einrinnen, welcher Versuch nicht nur bey Thieren, sondern selbst bey Menschen glückte.
6) M. Regnaudot Dissertatio de Cliirurgia infusoria renovanda. Lugd. Batav. 1778.
7) J. Ch. Sturm. Transfusi sanguinis Historia. Alt- torfi. 1676. *— J. A. Merklin de ortuetoccasutransfusi sanguinis. Norimberg 1679. — Dkk Neueste Versuch ist von Dr. Harwood Ju Cambridge 1790. der das Blut eines Hundes und Schaafes glücklich wechselt . — Von einem Narren, der durch den Einguß fremden Bluts sich besserte, siehe Jagemanns Magazin der Italienischen Litteratur. Weimar 17«».