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Aortenkammer.
§. 26.
Die Aortenkammer kommt in vielen Stücken mit der Lungenkammer überein; doch ist sie nicht nur durchaus starker, sondern hat auch sonst vieles Eigene 3 .
In Erwachsenen ist sie gewöhnlich länger und dreymal dicker als die Lungenkammer, auch eyförmig; doch enthält sie eine kleinere Höhle. Ihre innere netzförmige Struktur ist feiner, und mit häufigem Queer- balken versehen.
* Näher betrachtet besteht der gewölbte Theil der Aortenkammer aus langen und dicken Bündeln, welche vom vordem linken Knorpelfaden entspringen, und sich schräg links gleichsam strahlenförmig über ihn hinab verbreiten 4 . Am Knorpelfaden liegen sie dicht aneinander, im Fortgange aber treten sie allmäh- lig von einander, und theilen sich in kleinere Bündel als in Aeste.
z) Daß die Aortenkammer alter sey, als die Lungenkammer, oder früher existire, wie Haller äs eorporis
HumaniFabrica Tomo II. pag. 131, 135, 161. Uttd nach ihm Wvlkf Oissertations quinta pag. 231. U. f. f.
behaupten, muß doch mit Einschränkung verstanden werden, indem sich nicht füglich bey der Einrichtung unsers Körpers die eine Kammer ohne die andere denken läßt.
4) Wolf 5 Disscrtatio quarta de Fibris externis Ven- triculi sinistri pag. 214. Tab. I. 59. 8r. 86.