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2) Liegen die Venenstämme in der Nachbarschaft der Muskeln, die durch ihr Anschwellen die zwischen ihnen und andern Theilen z. B. der Haut liegen­den Venen pressen, folglich dadurch den Blutlaus befördern.

3.) Auch, diejenigen Muskeln, die einige Höhlen umgeben, befördern durch das Drücken oder sanfte Zusammenschnüren solcher Höhlen von allen Seiten den Lauf des Bluts in den in ihnen eingeschlossenen Venen, z. B. der Zwerchmuskel, die Bauchmuskeln.

4) Scheinen selbst die Arterien, die zwischen den Venen liegen, durch ihr Schlagen den Lauf des Blutes in den Venen in etwas zu befördern, da ein­mal erwiesen ist, daß wegen der Einrichtung der Klappen ein jeder auf die Venen wirkender Trieb nur allein nach dem Herzen hin das venöse Blut fort­schaffen kann.

5) Die Ableitung, die das Blut von einer ge­druckten Stelle nach einer schlaffern, weniger wider­stehenden, sich begeben macht, scheintauch zur Beförde­rung des Blutlaufs das Ihrige beyzutragen; dieß ist der Fall z. B, beym Athmen; während dem Einath- men nämlich geht das Blut leicht aus den Venen in die Lungenkammer, und aus dieser in die Lungen, welches bey anhaltendem Ausathmen hingegen die Venen anschwellen macht.