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«eil der Aehnlichkcit dieser Symptome wird sie nicht selten mit rheumatischer Entzündung ver­wechselt.

Als häufige Folge der Entzündung der ver­letzten Capseireste zeigt sich endlich auch das von plastischer Lymphe gebildete Gewebe von Fäden und Membranen, wodurch sie sich mehr oder minder vollkommen wieder zu einer frei hinter der Iris liegenden Scheidewand vereinigen. Es bleibt indessen in der Mitte derselben olt noch ein Loch zurück. Dieses häutige Gebilde, welches wohl am häufigsten die sogenannten membranosen Nachstaare erzeugt, unterscheidet sich durch grössere Lockerheit und eine gewisse Unregel­mässigkeit des aus graulichen Fäden bestehenden netzförmigen Gewebes von der mehr platten, per­lemutterartig, weisslich glänzenden Capseiverdun­kelung, deren Strahlen alle von dem Centro der Pupille ausgehen. Zum Th eile mögen es nur ver­dichtete Schichten der Glashaut seyn, die sich mit der Capsel verbinden; denn ähnliche umge­ben auch die niedergedrückte Linse am Boden des Auges. Ich habe diesen membranösen Nachstaar besonders deutlich in den Augen vieler älteren Personen nach der Reclination gesehen.