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rigen Feuchtigkeit aufgelosst und resorbirt, und ein kleinerer oder grösserer Theil der Capsel bleibt zurück. Dieses sah ich unter andern im rechten hier zwei Jahre nach der Operation abgebildeten Auge *) eines blindgeb ornen, vierjährigen, sehr muntern Knaben, aus St. Goar, an dem ich die Keratonixis verrichtete. Ich konnte, weil der Knabe zu unbändig war, in aller Schnelligkeit, kaum einen länglichen Einschnitt in die sammt der Linse verdunkelte Capsel machen. Es erfolgte keine Entzündung; man sah zwar den Einschnitt der Capsel; allein über ein halbes Jahr lang blieb die Staarlinse ganz unverändert; endlich fing die Resorbtion an und ging schnell vorwärts. Als ich ihn in seinem sechsten Jahre wieder sah, er­kannte er in der Nähe alles so gut, dass er seine grösste Freude an kleinen Bildchen und bunten Spielsachen hatte und Buchstaben ziemlich gut nachschrieb; er hielt alles nahe an das Auge und schief nach unten, wo die helleste Stelle in der zum Theile noch verdunkelt zurückgebliebenen Capsel war.

Ist die Capsel, ohne bedeutend verletzt z]i

*) Tab. III. Fig. 3