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wird sie durch nachgiebige, elastische, sie um­kleidende Häute, die im Umfange eines grössten Kreises befestigt sind, daran gehindert, so nähert sie sich ihr doch so viel möglich in der Linsen­gestalt.

Je fester die Capsel im Umfange gehalten ist ? desto flacher ist die Linse; zum Beispiel in den Säugthier- und Vogelaugen, wo die Corona ci- liaris oder Zonula Zinnii fest durch den Falten­kranz und dessen sehr ausgebildete ligamenta ci- iaria angezogen wird, und sogar nicht davon zu trennen ist, ohne Pigment darauf sitzen zu lassen. In den Amphibien, wo die Processus ciliares zu verschwinden anfangen, wird auch die Linse kug- licher, und ganz lcuglich erst in den Schlangen und Fischen, die gar keine Ciliarprocesse mehr haben. In letzteren ist sie nur an zwei Stellen, wie an zwei Polen, oben und unten, angeheftet.

Wird nun die Linse aus ihrer natürlichen Stelle entfernt, so wird der vordere Theil des Humor Vitreus auf jeden Fall nicht concav blei­ben, sondern mehr oder weniger sich vorlegen und eine convexe Form annehmen. Dass er in vielen Fällen nach der Heilung die Iris berührt,