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Im Foetus ist etwa gegen den siebenten Monat die Capsel am gefässreichsten; sie enthält dann noch eine gallertartige, zähe, röthlieh-trübe, homogene Flüssigkeit, erst später erhärtet sie, klärt sich auf, und der Linsenkörper wird immer fester.
Die menschliche Linse ist anfangs wie die Fisch- linse kugelförmig und weil sie später mehr durch Ansetzen an ihrer Peripherie, als in der Axe zu- nimmt, wird sie immer platter und dadurch der Vogellinse ähnlicher, Ihr stets festerer Kern, der im Weingeiste nicht so käseartig, weiss und trübe als die peripherischen Schichten, sondern mehr dunkel wird, wie brauner Bernstein, ohne ganz seine Klarheit zu verlieren, behält stets eine kuglichere Form und lässt sich oft deutlich aus ihrer Mitte herausschälen. Auch bei der Staar- bildung, besonders der Cataracta dura, unterscheidet sich daher der Kern häufig sehr auffallend von den peripherischen Schichten der Linse.
Auf der stets frischen Secretion und Resorb- tion der Morgagnischen Feuchtigkeit durch die Capsel, scheint mir also die ganze Bildung und Ernährung der Linse zu berufien, indem man den Linsenkörper als eine schon im Leben allmählich