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des Staares unten hinter der Pupille sichtbar, in- dess sah die Frau dem ungeachtet, bis zu dem drei Jahre später erfolgten Tode, ganz gut.

Bei der Untersuchung dieses linken Auges, fand ich die ganze Staorlinse der Grosse nach, wohl ziemlich unverändert, sie schien jedoch un­gleicher und höckeriger, als eine gewöhnliche? noch unberührte Staarlinse geworden zu seyn, reichte vom Rande der Retina bis etwas über den untern Fupillarrand hinaus, wurde hier von eini­gen Fäden der Hyaloidea in ihrer Lage festgehal­ten, und war, was das Merkwürdigste ist, noch ganz von ihrer Capsel umgeben. Die Uvea, wo sie nicht von der Linse bedeckt ist, erschien ganz rein und frei, und weil die Capsel im ganzen Umfange der Ciliarligamente losgerissen war, hat sich daselbst nichts von einem ringförmigen Wulst ausbilden können. Nur am unteren Rande der Iris, wo sie noch in Verbindung mit einigen Ciliar- ligamenten steht, konnte sie noch ernährt und erhalten werden, und wirklich erkennt man noch jetzt ohne Täuschung ein paar feine, rothe Blut- gefässchen, welche von unten nach oben quer über die Capsel hinlaufen und aus diesen Ciliar­ligamenten zu entspringen scheinen. Weil die