Es liegen wohl mehrere sehr natürliche Ur­sachen zum Grunde-, weshalb die Untersuchungen kranker Augen nach dem Tode zu den Seltenhei­ten gehören.

Erstens hat fast keine Augen krankheit, als solche, einen unmittelbaren Tod zur Folge; sie können daher an Leichen meistens nur zufällig Vor­kommen, und werden dann gar leicht übersehen.

Zweitens ist das Auge, zumal seine durch­sichtigen Theile, so schnellen Veränderungen nach dem Tode unterworfen, dass man nur mit genauer Berücksichtigung aller Umstände, welche seine Form, Durchsichtigkeit und Mischungsverhältnisse umändern, auf den Zustand im Leben zurück schliessen kann.

Drittens endlich hat man nicht immer Gele­genheit, das Auge so bald nach dem Tode und mit der Muse und Genauigkeit öffnen zu können, welche sein zarter Bau erfordert, um nicht beim Untersuchen selbst zerstört zu werden.

Die abgebildeten Augen bewahre ich schon längere Zeit in Weingeist auf, und habe sie daher