über die geheilte Verletzung eines fossilen IIj einen - Schedels. 5 7

Knochentrümmer der Orbita, deren mehrere stark verscho­ben erscheinen, wieder fest anheilten.

Aehnliche Beispiele findet man trefflich abgebildet bei Bonn 79 ).

Und selbst unser Hyänen -Schedel dient hiezu als eines der aller auffallendsten Beispiele.

Verständige Ueberlegung, nebst einem durch Erfahrung geübten Auge und Gefühle werden erfordert, um zu bestim­men, ob die bei Knochenbrüchen verkommenden Knochen­trümmer wegzunehmen oder ruhig liegen zu lassen seyen.

Sondiren zur Aufsuchung vermuthlicher Trümmer ist nachtheilig, nicht nur durch Verursachung von Schmer­zen , sondern hauptsächlich wegen gewaltsamer Storung des sanftbeginnenden Heilungsprocesses. Selbst das sanfteste, be­hutsamste, unnöthige Sondiren, noch mehr ein weniger scho­nendes Wühlen in der ergossenen, gar bald sich belebt und organisirt zeigenden plastischen Lymphe, kann nicht anders als nur störend und zerrüttend wirken.

Einschnitte, um Knochentrümmer herauszuholen, ausser wenn sie sich, schon abgelöst, sogleich oder nach eini­gen Tagen oder Wochen, von selbst in der Wunde zeigen, ist noch schädlicher, nicht nur durch Verursachung noch grösserer Schmerzen, sondern hauptsächlich durch noch ge­waltsamere Storung des, gleich in der ersten Stunde begin­nenden Heilungs-Processes der Natur.

Die Schädlichkeit der Durchziehung eines Haar­seils bei complicirten Beinbrüchen, so wie die Nothwendigkeit der unverzüglichen Ablösung eines Gliedes, dessen Knochen besonders an den Gelenken, z. B. durch eine Kanonenkugel

79) Icones ossium morbosorum. Tab. III. Fig. 1. 2. Tab. IV. VI. ganz vorzüglich