Krankh. Erscheinungen am Hirn rc. 17z

und daher bleibt die Höhle nachher mit einer serösen Flüssigkeit gefüllt. *)

Pulsadergeschwulst der inneren Caroriden an der Seite des Türkensattels.

Die inneren Carotiden sind sehr geneigt, in Per­sonen von höherem Alter, sich zu verknöchern, und dieselbe krankhafte Veränderung kann sich auch auf ihre Aefte erstrecken. Sehr selten kommt es dagegen vors daß sie sich irgendwo zu einer Pulsadergeschwulff er­weitern, wie dieß bey den Arterien in einigen anderen Lheilen des Körpers der Fall ist. Ich habe von einem Falle der Art gehört, wo beyde innere Carotiden, an der Seite des Türkensattels, in eine kleine Pulsader­geschwulst ausgedehnt waren. **) Eine dieser Puls­adergeschwülste war ohngefähr von der Größe einer Kir­sche, die andere etwas kleiner. Es ist merkwürdig^ daß in den beyden Fällen, die zu meiner Kenntniß ge­kommen sind, wo sich Pulsadergeschwülste in den Arte­rien des Kopfs und des Gehirns bildeten, eine Puls- adergeschwulst in beyden Arterien an derselben Stelle und zur nämlichen Feit statt gefunden hat. Eine Puls- adergeschwulsi fand ich an jeder der beydrn Carotiden am Ursprung der inneren Carokden, und in dem so eben beschriebenen Falle fand sich eine solche Geschwulst an jeder der beyden inneren Carotiden, an der Seite des Türkensattels.

S. 261. F. *5. Adergeflechte.

Kürzlich hatte ich Gelegenheit, einen merkwürdigen Fall dieser Art in einer Person zu beobachten, die mehrere Anfälle von Schlagfluß erlitten hatte und endlich in einen: solchen An­fälle geblieben war. Auch Br. jolm Hunter hat mehrere Falle der Art beobachtet und einige Jahre zuvor rst Hr. Wilson, Professor der Anatomie, dessen genaue Beobachtung wohl be­kannt ist, ein Fall vorgckomrnen, wo die zurückgebliebene Höhle von beträchtlicher Große war.

**) Ich verdanke diesen Fall Hr. Gilbert Wune,