x6o Zwey und zwanzigstes Kapitel.

Umkehrung der Scheide.

S. 2ZZ. Z. 9. entdeckte. *)

Sehr kurze Scheide.

Ebendas. Z. 27. Urbildung, den man nur durch die Untersuchung entdecken kann.

Sehr enge Scheide.

S. 239. Z. 8. vor/ ckrd kann einigermaßen durch die Kunst beseitiget werden.

*) Ob man gleich gefunden hat, daß die unter dem Namen 'Hermaphrodit bekannten Fälle, wenn man sie genauer unter­suchte, entweder Männer oder Weiber waren, so hat mir doch Di-. Störer von'Nottingham die Geschichte einer Person mitge- theilt, die so deutlich als Hermaphrodit bezeichnet war, daß man, wie ich glaube, vernünftigerweise keinen Zweifel dagegen aufbringen kann. Die Person, bey der sich diese sonderbare Monstrosität fand, lebt noch und ist sowohl von Br. Störer , als von anderen Aerzten, die über die Sache zu urtheilen ver­stehen, genau untersucht worden. Hier folgt dre Geschichte, wie sie mir Br. Störer selbst mittheilte.

Die Person hat einen weiblichen Namen und tragt weibliche Kleidungsstücke. Sie hat ein auffallend männliches Ansehen, mit deutlichen Gesichtszügen, aber keinen Bart. Sic war nie menstruirt, und deßwegen wünschte die Dame, bey der sie als Magd diente, daß sie in das Nottingham-Hospital ausgenom­men werden möchte. Sie war damals 24 Jahre alt und nicht krank, sondern sie kanr nur in das Hospital, um die Wünsche ihrer Herrin zu erfüllen. Verschiedene Arzeneyen wurden ohne Erfolg angewendet, weßhalb man vermuthete, sie möchte ein imperforirtes Hymen, und das Mcnftrualblut sich hinter dem­selben angehauft haben.Zu dem Ende wurde sie vou einem der Wundärzte des Hospitals, Hr. Wright und von Br. Störer untersucht.

Da fand man, daß sich die Scheide, zwey Zoll von der äußeren Flache der Schaamlippen in einen blinden Sack endig­te. Die Spitze des Kitzlers und die äußere Oeffnung der Harn­röhre erschienen im natürlichen Zustande, wie bey einem Weibe, aber es waren keine Nymphen da. Die großen Echaamlcfzen waren mehr hangend als gewöhnlich und jede von ihnen-ent­hielt einen Körper, der einem Hoden von mittlerer Größe, mit seinem Saamenstrange glich. ^Die Brüste glichen denen einer Frau. Die Person hatte kein Verlangen oder keine Vor­liebe für irgend eines von beyden Geschlechtern.