Krankh. Erscheinungen am Uterus. izr

und Schenkeln. Schleim, Eiter und Blut gehen oft durch die Scheide ab und die Quantität des Bluts ist bisweilen sehr beträchtlich. Der Puls ist im Anfang dieser schrecklichen Krankheit natürlich und das Allge- meinbcfinden nur.wenig getrübt; wenn aber die Krank­heit weitere Fortschritte macht, wird der Puls schnell/ das Gesicht blaß und der Körper mager. Bildet sich im Fortgang der Krankheit eine Communication zwi­schen der Scheide und Harnblase, so geht der Harn durch die Scheide ab. Auch werden, wenn die Krank­heit schon weitere Fortschritte gemacht hat, öfters einige von den Leistendrüsen hart und vergrößert.

Die scirrhöse Vergrößerung der Gebärmutter char rakterisirt sich nur durch wenige Symptome, bis die Krankheit bedeutende Fortschritte gemacht hat. Es ist dann Schmerz in der hypogastrischen Gegend und in den Lenden zugegen, der in verschiedenen Fallen mehr oder weniger heftig ist; Zeichen, welche die Krankheit aber auch mit mehreren anderen gemein hat. Zst dage­gen die Krankheit schon ziemlich weit gediehen, so kann man sie durch eine Untersuchung durch die Scheide er­kennen. Der Muttermund ist dann vergrößert und man hat dann das Gefühl von Schwere gegen den Finger- was von der Vergrößerung des Uterus herrührt. Auch fühlt man zu gleicher Zeit deutlich eine Geschwulst über den Schaambeinen. Die Krankheit ist gewöhnlich von schleimigem Abgang aus der Scheide und starken Blut- fiüssen zur Zeit der monatlichen Periode begleitet. Der Puls ist gemeiniglich natürlich und die Gesundheit nicht sehr gestört.

Sind die Knoten, die sich auf der äußeren Fläche des Uterus gebildet haben oder in ihrer Substanz sich emgeschlossen befinden, klein und hat der Uterus bey- Mhe seine natürliche Größe, so entstehen daraus wahr-