Krankt). Erscheinungen an der Milz. ioz

Die Zeichen, die man als die Entzündung dev Milzsubstanz begleitend, beschrieben hat, sind Vollheit und schmerzhafte'Gefühle im linken Hypochvndrium. Der Schmerz nimmt beym Druck zu und es ist mehr oder weniger symptomatisches Fieber zugegen. In zwey Fallen von Milzentzündung, die der verstorbene vr. Hunter untersuchte, iittö wo die Entzündung in Eite­rung überging, konnten die Kranken den Sitz ihrer Schmerzen nicht genau angeben, die Schmerzen schienen aber ziemlich sich über die ganze Höhle des Unterleibes zu verbreiten. In einigen Fallen hat man bey dieser Krankheit auch Herzklopfen, beschwerliches Athmen und Erbrechen beobachtet.

Einen vergrößerten und verhärteten Zustand dev Milz vermuthet oder erkennt man nicht, bis die Krank­heit merkliche Fortschritte gemacht hat, so daß man die Milz äußerlich fühlen kann. Sie ist gewöhnlich ohne Scbmerzen und der Kranke kann dabey einen ziemlich starken Druck ertragen , ohne eine schmerzhafte Empfin­dung. Hat die Milz eine beträchtliche Große erreicht, so kann man sie durch die Lage und die allgemeine Ge­stalt der Geschwulst unterscheiden^ ' Den vordern Rand der Milz kann man gewöhnlich deutlich fühlen, wenn man die Hand auf die Oberfläche des Unterleibs, unter den Rand der Rippen der linken Seite legt; man findet bey dieser Untersuchung den Rand zuweilen eingekerbt. Am Ende gesellt sich öfters zu diesem Zustand der Milz Wassersucht.

Besondere Zeichen, welche die Bildung von Wasser­blasen in der Milz charaktrrisiren, giebt es nicht. Zur x weilen ist in solchen Fällen, Schmerz im linken Hypo- chondrium gefühlt worden; dieser gehört aber auch manchen andern Krankheiten an. Wenn eine Ge­schwulst in der Milzgegend entsteht und sich sehr all-