Krankh. Etfcheinungen an der Misz. joi.

Knoten in der Milz. "')

Die Milz ist bisweilen, obgleich selten, in ihrer Substanz mit kleinen Knoten besetzt, welche genau den fcrofulösen Knoten in den Lungen gleichen. In einem Falle sah ich einige derselben in einem Zustande von Eiterung und das Eiter war dick und geronnen, wie scrofulöses Eiter.

Knorpelige Häute der Milz,

Die Häute der Milz werden bisweilen in Knorpel verwandelt; und diese Krankheit kann größtentheils als der Milz eigenthümlich angesehen werden. Sie ist wenigstens in diesem Eingeweide gewöhnlicher als in jedem andern.

Gewöhnlich wird die Verknorpelung auf der ge­wölbten Oberfläche der Milz 2I8 ) gefunden und ver­breitet sich mehr oder weniger über sie in verschiedenen Fällen. In einem Falle ist sie viel dicker, als in dein anderen; in einigen Fällen ist sie nicht dicker als ein Schilling, in anderen dagegen viermal so dick. Ge­wöhnlich bildet sie eine glatte Schichte, aber mit unter ist sie etwas unregelmäßig. In einigen Fällen habe ich dünne Knorpelstücke auf der ganzen Oberfläche der Milz gesehen. Bisweilen scheint es auch, daß Verknöche­rungen *) in diesen Knorpeln gefunden werden, aber in den von mir beobachteten Fällen konnte ich sie nicht entdecken. Die Knorpel, worin die Häute der Milz verwandelt werden, sind im Allgemeinen ein gutes Theil weicher als die, welche die Enden der Knochen überziehen. Dieser krankhafte Prozeß kann natürlich

217) Baill. Engr. Fase. 6. Plate II. fig. 1. aus einem Kinde von außen. 6g. 2. aus einem Erwachsenen und auf der Durchschnittßfiache verschiedene dieser Knoten in einem Zustande der Eiterung.

218) Baill. Engl'. Fase. 6- Plate I. fig. 2.

*) Morgagni hat.einen Theil der Kapsel der Milz verknö­chert gesehen. Epist. X. Art. ig; Epist. XIV. Art.23.