Krankhafte.Erscheinungen am Magen. 59

Mattigkeit^ zuweilen Convulsioneni zuweilen Herzklop­fen und bisweilen Schwindel. *)

Die Wasserscheu charakterisirt sich hinlänglich durch den Abscheu, den der' Kranke bey dem Anblick einer ihm dargebotenew Flüssigkeit ausdrückt, durch die große Beschwerde beym Schlingen und durch die große Ver- standesabwefenheit, welche oft diese furchtbare Krank­heit begleitet.

Ich habe Grund zu glauben, daß Magengeschwüre öfters einen langsamen Verlauf haben. Sie sind von Schmerzen, oder von einem unbehaglichen Gefühle im Magen begleitet, und gemeiniglich wird das, was Hinab, geschluckt wird, wieder durch Erbrechen ausge­worfen. Auch Eiter und Blut werden zuweilen weg­gebrochen.

Krebs des Magens ist von dem Gefühle des Schmer­zes in diesem Organ begleitet. Der Schmerz ist dem Grade nach verschieden in verschiedenen Individuen. Was hinabgeschluckt wird, wird gewöhnlich, doch nicht immer, wieder durch Erbrechen ausgelecrt und oft wird dabcy eine dunkelgefärbte Flüssigkeit ausgeworfen, die dem Caffeesatze gleicht. Der Kranke magert allmählig ab und das Gesicht wird blaß; der Puls ist am Anfang dieser furchtbaren Krankheit natürlich, gegen das Ende aber frequent, und dabey sind die gewöhnlichen Zeichen des hektischen Fiebers zugegen. Ist der Kranke sehr abgemagert und befindet sich die Krebsgeschwulst nahe am Pförtner oder längs der großen Krümmung des Magens, so kann man sie, wenn sie groß ist, durch eine genaue Untersuchung mit der Hand während dem Leben fühlen.

*3 Eine sehr deutliche Darstellung der Symptome der Arsenik-- verqiftung findet sich in dem kürzlich über Liesen Gegenstand erschienenen Werke vou Mürshall.