ZV
Viertes Kapitel.
in der Brust, Eiterauswurf zu erkennen, bisweilen auch, wenn der Absceß groß ist, durch das Auohusten einer großen Menge von Eiter auf einmal, welches gewöhnlich ein wenig mit Blut gefärbt ist.
Knoten in den Lungen, die noch nicht in Eiterung übergegangen sind, sind von leichtem Husten,, gelegen- heitlicher Beschwerde beym Athmcn, Gefühl von geringen Schmerzen in irgend einem Theil der Brust, und etwas beschleunigtem Puls begleitet. Gewöhnlich führen diese Symptome zur Lungenschwindsucht und werden sehr oft, sowohl von dem Kranken selbst, als von seinen Freunden übersehen. Fangen die Knoten zu eitern an und bilden sich Abscesse, dann wird ein dickes, zuweilen mit Blut gefärbtes, Eiter abgesondert, und es gesellen sich Abmagerung, Schwäche und die gewöhnlichen Beschwerden hinzu, die man unter.dem Namen des hektischen Fiebers begreift.
v Die Zeichen, welche die großen braunen Knoten Legleiten, sind mir unbekannt.
Wenn die Lungenzellen sehr vergrößert sind, so hat man beobachtet, daß die Kranken lange an Beschwerden beym Athmen, besonders bey Leibesbewegung litten: doch glaube ich, daß man bis jetzt kein Zeichen kennt, durch welches man diese Krankheit von anderen ähnlichen Vrustaffectionen unterscheiden könnte.
In einigen Fällen, in denen man die Lunge in eine der Leber ähnliche Substanz verwandelt gefunden hat, sind ähnliche Zeichen, wie bey der Lungenentzündung beobachtet worden. Ich bin geneigt zu glauben, daß diese Krankheit von einem starken Extravasat von gerinnbarer Lymphe in die Lungensubstanz, während eines Anfalls von Entzündung, entstehe.