Viertes Kapitel.
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Anhäufung von Wasser in der Substanz der Lungen.
Man kann annehmen, daß die Lungemaus Lustzellen und der gewöhnlichen Zellhaut des Körpers bestehen. Zn dieser Zellhaut ist immer etwas Feuchtigkeit enthalten, welche zur Leichten Bewegung eines Theils der Lungen gegen den andern, wahrend ihrer Zusammenziehung und Erweiterung dient. Die Quantität dieser Flüssigkeit ist sehr verschieden in verschiedenen Personen, wie man beym Einschneiden in die Substanz der Lungen bemerkt; denn es fließt dabey immer auf der Schnitt-Flache mehr oder weniger einer wässerich- ten Flüssigkeit, mit Luftbläschen vermischt, aus. Bisweilen ist aber die Quantität so groß, daß man sie für krankhaft ansehen muß, ein Zustand, den man Anasarca der Lungen nennen könnte. Ich habe nie einen bestimmten Fall der Art gesehen, aber andere haben dergleichen gesehen. Man kann annehmen, daß in Verhältnis; der Wasseranhäufung die Luftzellen nothwendi- ger Weise zusammengedrückt werden müssen, so daß nicht soviel Luft in die Lungen gelangen kann, als zur Umwandlung, des Blutes nöthig ist.
Ebendas. Z. i8* — angefüllt. Diese Flüssigkeit verhinderte wahrscheinlich den leichten Ausgang der Luft, welche nach und nach die Luftzellen der Lungen ausdehnt und das Zusammenfallen der Lungen vereitelt.
Ebendas. Z. 26. — Zellen,
Ebendas. Z. 27. — gleichen. Ich habe drey Fälle der Art gesehen. Die Erweiterung der Zellen kann wohl von keiner anderen Ursache herrühren, als daß die Luft nicht frey aus den Lungen herausgehen konnte, und sich daher in ihnen anhäufte. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, daß diese Anhäufung bisweilen
72) Baill. Engrav. Fase. II, Plate VI. fig. i.