Krankh. Erschein, am Hirn u. sein. Membranen. 26r

Festigkeit verlieren. Die nämliche Art kränklicher Struk­tur, findet man gleichfalls in der Basilararterie und ihren Aesten.

Die Gefäße des Hirns sind unter solchen Umstanden weit mehr der Berstung als im gesunden Zustande unter­worfen. Ist Blut in ungewöhnlicher Menge angesammelt, oder erfolgt der Kreislauf des Bluts mit ungewöhnlicher Lebhaftigkeit, so sind sie diesem Zufall ausgesetzt, und dem gemäß geschehen häufig Berstungen in einem von diesen Zuständen. Wären die inner» Drofselarterien und die Bafi- lararterie dieser beschriebenen krankhaften Veränderung von Struktur nicht unterworfen, so wurden Vlutergießungen innerhalb der Hohle des Schedels, ohne vorgängige äußere Verletzung, sehr selten seyn.

Krankhafte Erscheinungen am Adergeflechte.

Das Adergefiechte im Hirn, scheint einigen Krankhei­ten ausgesetzt, welchen das Gefäßsystem des Hirns im All­gemeinen wenig oder gar nicht ausgesetzt ist.

Seine Gefäße werden stark ausgedehnt und varikös. § 5 7 )

Kleine Sacke, welche Wasserblasen gleichen, hangen bisweilen an ihm. Diese sind gemeiniglich sehr klein, z.B. nicht größer als eine Erbse; allein oft sah man sie so groß als eine Stachelbeere. 5 5 8 )

Kleine scrofulöse Geschwülste, hangen bisweilen am Adergeflechte; allein dieses ist eine weit seltnere Erschei­nung von Krankheit, als die vorhergehende.

556) Von diesen Verknöcherungen der Hirnarterien finden sich viele Beyspiele in meiner Sammlung.

557) Aeusserst ausgedehnt fand ich die Blutgefäße dieses Ader, gesiechtes, besonders in todtgefrorncn Personen, oder in sol­chen, die am Schlagflusse starben.

55$) Ich besitze Wasserblasen im Adergeflechte des Hirns, die fast noch grösser sind.

Sehr schön zeigt Fischer mit vortrefflichen Abbildun­gen, daß sie eigentlich Blasenbandwürmer sind in sei-> uer schon bey den Würmern angeführten Schuft.

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