254 Vier und zwanzigstes Kapitel.
gebildet. Auch ist es gar nicht ungewöhnlich, rundliche Masse von der nämlichen Art von Substanz so liegen zu finden, als wenn sie im 5?irn eingefaßt waren; einige von diesen sab ich so groß als eine welsche Nuß. 5 3 7 )
Balggeschwülste. S38 )
Bisweilen fand num in der Substanz des Gehirns Balggeschwülste, welche eine seröse Flüßigkeit*) enthielten; allein sie sind mir nie vorgekommen, und scheinen sehr selten.
Schwammige und scirrhöse Geschwülste. "§) Schwammige *)und scirrhöse **) Geschwülste destzirns findet man bey Schriftstellern angemerkt, allein auch diese sind ausserst selten. Nach der Anbohrnng des Schädels (Trepanation) wachst nicht selten eine schwammige Geschwulst aus dem Hirne (Hirnschwamm), 54 °) welche bis-
*) Lieutaud Tom. II. pag. 194. 195.
*) Lieutaud . Tome II. pag. 197.
**) Lieutaud. Tome II. pag. 197. 198,
537) Von diesen beyden Erscheinungen hebe ich Bevspiele im Weingeisre auf.
538) Auch mir kam im menschlichen Hirne keine Balggeschwulst vor; allein aus Schafen besitze ich selbst Blasenbandwür- rner, die an einem ziemlich dickhäutigen Balge siken. — Indessen findet man Fälle davon in der Hiftoire de l’Acade- mie des Sciences; ä Paris 1754. — UNdiN de» Lomrnestariis Liplienfibus, Tom, IX. angeführt.
539) Lieutaud's schwammige und scirrhöse Geschwülste, die der Verfasser anführr, werden wohl nichts anders gewesen sevn, als diejenigen Veränderungen, die der Verfasser vorhm unter der Benennung meiste feste Geschwulst und scirrhöse Geschwulst beschreibt. — Siehe auch
Roederer Programma de CerebriScirrho. Goettingae 1762.4.
540) Dieser eigentliche Hirnschwamm entsteht zuweilen ziemlich schnell, und muß mit dem Sch w a m m der fe st en Hirnhaut nicht verwechselt werden. Erzeigt sich mehr nach Verletzungen oder Anbohrungen des, Scbedels, als bey der Anfressung des Schedels aus innern Ursachen, und besteht aus einer der Hirnmaffe etwas ähnelnden Substanz, tzie dey Hirnverlust ru ersetzen pflegt. Seine äußere Fläche