Krankh. Erschem.am Hirn u. sein. Membranen. z4<£

Zustande; allein ihre Venen sind weit mehr mit eineür dunkeln Blute angefüllt.

- Entzündete Gefäßhaut des Hirns. > ^

Ist die Gefäßhaut des 5)irns entzündet, so ist dieß von? ihrem natürlichen Ansehen überhaupt schwerer zu unter­scheiden , als in irgend einem andern Theile des Körpers. Dieses kommt von der großen Anzahl sehr kleiner Gefäße/ welche sich auf ihr im gesunden Zustande verbreiten. Ist die Gefaßhaut des 5)irns entzündet, so sind diese kleinen Gefäße weit zahlreicher als im gesunden Zustande, mit flüßigem Blute angefüllt, und bilden durch ihre Infam» menmündungen ein schönes Netz. Die entzündete Gefäß-» haut wird selten so gleichförmig roth, daß sie kein Jwi- schenraumchen zwischemihren Gefäßen zeigte, ein Umstand, welcher bey der Entzündung einiger anderer Theile eintritt< Die Fortsätze, welche von der untern Oberstache der Ge^ fäßhaut entspringen, sind ebenfalls mehr als gewöhnlich; mir Gefäßen angefüllt, auch ist der Zusammenhang starker zwMess ihnen, und d e § Snbstanzd es $) ir'ns.* Es geschieht sehr selten, daß irgend eine Lage von gerinnbarer Lymphe in der Entzündung der"Gefäßhaut des 5)irns gebildet wird, welches doch ln der Entzündung des Brustfells und Bauch­fells so sehr gemein ist. Ist die Gefaßhaut des Hirns im einem höhen Grade entzündet, so wird Eiter gebildet. Jch§ sah Eiter, welcher sich wahrend der Entzündung der Pe- fäßhaut des Zdirns gebildet,, und über die ganze obere ^lg- che des Hirns ergossen hatte. 5 2 T ) 1

Dichte Verwachsungen sah man eine bettächtkühe Stelle der Oberstäche zwischen der Gefäßhaut und festen Hirnhaut einnehmen, welche wahrscheinlich eineFolge^n Entzündung waren; allein diese sind sehr selten, und mir nicht vorgekommen,

;-?) Das nämliche habe ich auch bemerkt.