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Neunzehntes Kapitel.
Art mit denen sind, die gelegenheitlich kn dem Mutter Kuchen wachsen, oder ob sie denen gleichen, die man in andern Theilen des Körpers findet, kann ich nicht bestimmen, da ich keine Gelegenheit hatte, ein Beyspiel dieser Krankheit zu sehen. Die Wasserblasen des Mutterkuchens sind merklich verschieden von denen in der Leber, Nieren, und einigen andern Theilen des Körpers. Sie bestehen aus rundlichen oder eyfdrmigen Bläschen, von denen ein jedes einen dünnen Stiel hat, durch welchen sie auf der Aussenseite an einander hangen. Einige von diesen Wasserblasen sind so groß, als eine welsche Nuß, andere als ein Stecknadelknopf. Eine große Wasserblase hat gemeiniglich mehrere kleine Wasserblasen durch enge Fortsätze an sich hangen. 4 6 8 ) Von ihrer wahren Natur ist nichts bekannt, doch sind sie nicht unwahrscheinlich Thiere. In vierfüßigen Thieren giebts eine Verschiedenheit unter den Wasserblasen, vieß ist selbst der Fall in der nämlichen Species vierfüßiger Thiere; und doch hat man gefunden, daß sie Thiere waren. 4<59 ) Ich sollte glauben, daß die Wasserblasen, die man im Uterus gefunden haben will, nicht selten blos Wasserblasen des Mutterkuchens waren, welche hier zurückgehalten wurden.
468) Solche zu Wasserblasen veränderte Mutterkuchen, dergleichen ich auch beobachtet habe, bilden sehr schön unter
andern üb: Bidloo in fcetlExercitatioiiibus metlico chirurgi- . cis. Tabul. II. — RuyJ'ch Thefaurus anatomicus VI. Tabul. V* Figur. 5. 6. — Eben derselbe in seinen Obfervationibus, Seite 32. Figur 34 und 35 - — Sandifort Obfervation.es anatomico pathologicae. Libr. II. hek auch Mehrete Fälle
citirt.
Giebt man sich die Mühe, solche Wasserblasen gleichsam Zu entwickeln, so scheinen sie Geschwülste der Blutgefäße ! zu seyn, gerade als wenn der Stamm des Blutgefäßes in eine große Blase und die Aesichen in kleinere Bläschen ange, schwollen wären.
469) Die hierzu erforderliche Litteratur habe ich schon oben bep Gelegenheit der Würmer angegeben.