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Neunzehntes Kapitel.
vorkam, (wo ein großer Theil des Knotens noch unver- wandelt geblieben war;) und ich halte es für sehr wahrscheinlich, daß dieß am häufigsten geschieht, wo sich solche knöcherne Geschwülste finden.
Steine in der Höhlung des Uterus .* 6 *)
bat bisweilen.Steine in der Hohle des Uterus gefunden. Schriftsteller beschreiben sie als mannigfaltig in ihrem Ansehen; indem einige von dunkler, andere von hellerer Farbe sind. In Rücksicht ihrer Natur aber schweigen sie, und ich kann aus eigener Kenntniß nichts von ihnen sagen, da ich niemals Gelegenheit hatte, ein Beyspiel von dieser Krankheit zu sehen. Ich sollte glauben, daß diese Concretionen von einer Materie gebildet werden, welche von den kleinen Arterien, die sich auf der inner« Oberfläche des Uterus offnen, abgesetzt wird. Sie sind einigermaßen den Concretionen analog, welche in einigen Drüsen des Körpers gebildet werden.
Verftelntes Kind im Uterus.
Auch sah man den Fall, daß ein todtes Kind lange Zeit in der Höhle des Uterus zurück blieb, und sich dort allmählich in erdige Masse*) verwandelte, wodurch die Gestalt des Kindes unverändert erhalten -ward. 4<5s )
*) Chefeiden Anatomy of the Bones, plate LVI.
464) Sehr schöne Abbildungen von Steinen, am Uterus Wenigstens, geben Fr. A. Walter und Ed. Sandisort, an den kur; vorhin angeführten Orten. — Siehe auch
J. 6 . Walter, Obfervatiönes anatomicae, Obfervat. 53. Hiftoire de l’Academie de Medecine 1779. Blanche V. Fig. 8-
46;) Den merkwürdigsten Fall dieser Art beschreibt J.G.W a l- ter mit unvergleichlichen Abbildungen in Lebensgröße, welchen Fall er auch aufhebt, und mir zur genauesten Au- ficht zu zeigen die Güte hatte.
Ein ähnlicher Fall, mir Angabe noch mehrerer solcher Fälle findet sich auch trefflich abgebildet in den Abhandlungen der medicinisch - chirurgischen Milltair-Akademie ;u Wren, im ersten Bande, auf der zwevten, dritten und »zerren Tafel. Dieses verknöcherte Kind war vierzehn