3i4 NeuuzehttLes Kapitel.

Eine Masse von der nämlichen Art sinket sich zuweilen in der Höhle des Uterus, die oft einen sehr großen Um­fang hat. Ich sah sie einen guten Theil größer, als den Kopf eines ausgetragenen Kindes. Schneidet man diese Masse auf, so zeigt sie genau die nämlichen Erscheinungen, welche ich kurz vorhin beschrieb. Es ist merkwürdig, daß diese Massen innerhalb der Höhle des Uterus gemeiniglich an keinem Theile dicht mit ihm Zusammenhängen, son­dern nur locker mittelst der zelligen Membran mit ihm ver­knüpft sind, so daß sie sehr leicht loßgeschalt werden kön­nen, ohne die Struktur des Uterus zu verletzen. Der Ute­rus selbst ist mehr oder weniger erweitert, nach Verhaltniß des Umfangs der in ihm enthaltenen Masse; allein seine Struktur scheint vollkommen gesund.

Polyp. 4S<J )

Polyp ist eine sehr gemeine Krankheit des Uterus, und kann fast in jeder Lebensperiode statt finden; jedoch ist er

Auch erinnere ich mich nicht an einer andern Stelle ausser an dem Grunde des Uterus dergleichen Geschwülste angctroffen zu haben.

Auch in Rongemont's Sammlung zu Bonn sah ich dergleichen Geschwülste.

Siehe /. F. Cre,ll, de Tumore Fundo Uteri externe ad- haerente. Wittebergae 1729. Wieder ahgedruckt jtk Halleds Differtationibus Chirurgicis, iM dritten Bande.

Eoe./imer, Qbfervitiones anatomicae. Fai'ciculps Secundus.

Ed. Sandijon , Muteum anatomicum Academiae Lugdu-. no-Bafavae. Tabul. CIX. Figur, r. und 2. UNd Tabul. CX. bildet sehr schön dergleichen Geschwülste ab.

4;6h Polypen des Uterus sind bey uns ebenfalls gemein, in­dem ich eine Mengederselben sah, auch noch einige auf­hebe. Eine wichtige, aus vielen eigenen Untersuchungen entstandene Schrift in anatomischer Hinsicht ist Erid. Aug.

Walter Annotationes Academicae. Berolini 1786. 4, mit

vortrefflichen von ihm selbst gezeichneten Abbildungen in Lebensgröße. Er sagt:Man könne die Polypen in fünf Klassen theilen, nachdem sie nämlich entweder 1) an dem Uterusgrunde, oder 2) an dem Körper des Uterus, oder 2) an der innern Fläche des Uterushalses, oder 4) an der äuffern Mündung des Uterus, oder 5) in der Uterus- scheide hängen; oder nur m drey Klaffen, nämlich: 0

Polypos uterinos ftrifte lic diftos; 2) Polypos cervicales$