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um ihre innere Struktur zu untersuchen; und fand sie nach Art einer Kapsel inwendig mit einer Menge gelblich bräun­licher , wie gekochte Weinbeerhaute aussehenden, knor­pelig häutigen Bläschen, von ganz besonderer Beschaffen­heit ausgefüllt. Der Geruch dieser ans Bläschen bestehen­den Masse, war nicht widerlich, sondern jenem von ans gewöhnliche Art zubereiteten gehackten Lungen ähnlich. Die Dicke der ausgeschnittenen Schaale dieser knorpelig knöcher­nen Kapselgeschwnlff, betragt im trockenen Zustande, wie ich sie in meiner Sammlung anfbewahre, etwa eine Linie. In den knorpelig hantigen, in dieser Kapselgeschwulst enthaltenen Bläschen, fand sich eine Helle Feuchtigkeit, welche bevm Durchschneiden heraus floß; und auf der In­nenseite dieser Bläschen, zeigten sich härtliche, gelbliche Pünktchen, an welchen ich doch, auch unter dem besten Vergrößerungsglase, nichts wnrmahnliches entdecken konnte. Von diesen Bläschen, hebe ich einige im Weingeiste auf.

Zehntes Kapitel.

Krankhafte Erscheinungen an derGallenblase.

Entzündung ihrer Haute.

^^/ie Haute der Gallenblase, werden sehr selten entzün­det, ohne Entzündung der Membran, welche die hintere Oberfläche der Leber überzieht. Wird diese Membran von Entzündung ergriffen, so verbreitet sie sich natürlich über die äußere Haut der Gallenblase, die eine Fortsetzung von ihr ist, und kann die andern Haute derGallenblase ergrei­fen, wenn sie zu einem heftigen Grade steigt. Doch wird gemeiniglich Entzündung der äußern Haut der Gallenblase, nicht von der Entzündung der übrigen Haute begleitet, weil sie nickt dicht mit ihnen zusammen hangt, sondern eine ansehnliche Menge Zellstoff dazwischen liegt. Die .Erscheinungen der Entzündung in den Hauten der Gal-