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Siebentes Kapitel.

Oft geht diese verdickte Maste auf ihrer Oberfläche in Eiterung über, wo man alsdann sagt, daß sie krebsig sey r bisweilen treibt die innere Haut Fortsatze vor, welche sich in sehr viele kleine Fortsatze endigen, und erzeugt dasjenige, was man gemeiniglich ein schwammiges Ansehen nennt.

Auch tritt der Fall ein, daß der Magen an einem Thrile alle Spur seiner natürlichen Beschaffenheit verliert, sich in eine sehr harte Masse von einer weißen oder braunen Farbe verändert, die das Anseben hat, als wenn sie mit einer Membran durchwachsen wäre; oder er wird in eine knor­pelartige Substanz verwandelt, die wie etwas erweichter Knorpel aussieht. Die Saugaderdrüsen in der Nachbar­schaft, werden gemeiniglich zu gleicher Zeit vergrößert, und zeigen eine sehr harte, weiße Struktur.

Ich sah verschiedene Beyspiele von einer scirrhösen Ge­schwulst, die sich im Magen von der Größe einer welschen Nuß erzeugt hatte, wahrend daß der übrige Theil gesund war. Diese Geschwulst zeigt gemeiniglich einen kleinen Eindruck ohnfern der Mitte ihrer Oberfläche, und hat einigermaaßen ein strahtigcs Ansehen. So lange diese Geschwulst von einer Reizung frey bleibt, leiden die Geschäfte des Magens wahrscheinlich nur sehr wenig; allein wenn sie gereizt wird, muß sie sehr beträchtliche Unordnungen in den Geschäften des Magens veranlassen, und vielleicht den Grund zu einer rödtlichen Krankheit legen.

Bisweilen, wiewohl sehr selten, bildet ein Theil des Magens einen Sack, ans mechanischen Ursachen. Ich sah ein Beyspiel von einem auf diese Art entstandenen Sack, in welchem fünf Geldstücke (Halfpence) lagen. Die Haute des Magens waren an dieser Stelle dünner; allein weder

J. J. Pflug, Praefide A. G. Richter Difiertat. cafus medicus . iutumeicentis et callofi Pylori cum triplici Hydrope. Goetting.

."'. .1764. 4. befindet.

Die nämlichen Erscheinungen, die der Verfasser schitt r' dert, fand man auch in der Schleimkrankheit Siehe die . zur.Note i8s angeführte Schrift von W a gler.