74 Siebentes Kapitel.

Loch- ein wenig verdickt; bisweilen scheint er sogar die ge­meine natürliche Beschaffenheit zu haben.

Sckrrhus und Krebs des Magens.

Diese Krankheit des Magens, zeigt sich nicht selten mit zunehmenden Lebensjahren, und wie mich dünkt, häufi­ger bey Männern als Frauen. Dieses rührt vielleicht von der größer« Unmaßigkeit , 15 3 ) des männlichen Geschlechts vor dem weiblichen, her. Doch kann diese Krankheit wohl picht bloß durch Unmaßigkeit entstehen; sondern es muß eine merkliche Anlage der Theile zu dieser Krankheit hinzu­kommen. Folglich, wenn keine vorgangige Anlage statt findet, so wird der Magen von dieser Krankheit nicht ergriff- sen, die Unmassigkeit mag auch noch sp groß seyn. Findet hingegen diese vorgangige Anlage statt, so hat man Ursache zu glauben, daß sie durch unordentliche Lebensart beför­dert und vermehrt wird.

Dieser Scirrhus erstreckt sich bisweilen fast über de« ganzen* 54 ) Magen; allein gemeiniglich greift er nur einen Theil desselben an, DerTheil. welcher scirrhös geworden ist, hat bisweilen keine sehr deutliche Granzen zwischen sich und der gesunden Struktur des Magens; allein gewöhn­lich ist die Grenze sehr genau bestimmt. Greift der Scir- rhns nur einen Thejl des Magens an, so ists gemeiniglich am Pförtner. 15 5 ) Die Hauptursache hievon ist wahr»

153) Mau sehe hierüber nach J> c. Pohl dp Callofitate Ventri- cüli ex Potus fpirituofi abufu. lipiiae 1771. mit einet sehr schönen Abbildung.

154) Einen Scirrhus, der den ganzen Magen, bis auf seine Anfaugsmün.duyg (Ca^dia) in einer Frau einnOrn, be­schreibt W. Loftie im l-ondon^ledwal Journal for 1790. Vol. IX. Article 2.

155) Die Scirrhositäten des Magens, die mir yorkameN, wa­ren meistens am Pförtner. Ein paarmal sah ich sie in ein Geschwür übergegangen, welches sich mit einem kleinen Loche in die Bauchhöhle geöffnet, und dadurch dem Leiden des unglücklichen Kranken ein Ende gemacht hatte.