7* Siebentes Kapitel.

Siebentes Kapitel.

; Krankhafte Erscheinungen am Magen/ * x )

Entzündung.

'Es geschieht zuweilen, -doch nicht häufig (außer nach ver­schluckten Giften), daß Entzündung im Magen statt findet, so, daß sie sich über einen sebr ansehnlichen Theil, oder über die ganze Flache seiner inner« .tzant verbreitet. Es ist jedoch weit häufiger, daß die Entzündung einen kleinen Theil des Magens einuimmt. Auch ist in solchen Fällen gewöhnlich die Entzündung nicht sehr heftig. Die Außenseite des Magens, zeigt an der entzündeten Stelle, eine größere Anzahl von Gefäßen, als gewöhnlich, die jedoch öfters nicht übermäßig dicht liegen. Oeffnet man den Magen, so findet man ihn ein wenig dicker an der entzündeten Stelle; die innere Haut ist von der Anzahl kleiner, mit frischem Blut gefüllter Gefäße, sehr roth, auch sieht man oft Flecken von ausgetretenem Blut. Selten geht eine gemeine Ent­zündung des Magens in Eiterung oder in Brand über. 15 2 )

Ist Arsenik verschluckt worden, (welches Gift man am häufigsten nimmt) so wird der Magen von einer äußerst heftigen Entzündung angegriffen. Seine Substanz wird dicker, und wenn man seine .Höhle öffnet, zeigt seine innere Haut einen sehr hohen Grad von Röthe, welche r;r) Hier verdient die sehr sinnreiche Schrift. von Charles

Web/?erl'a.£ts tending to fhew the connedtion oftheStomach with Life, Difeafe and Recovery. London 1793. 8- bemerkt zu werden.

Ferner verdienen über die krankhaften Erscheinungen am Magen im allgemeinen, noch folgende Schriftsteller vom ersten Range bemerkt zu werden.

G. Swieten Commentariorum in Boerhavii Aphorifmos. Tom. tert.

A, Haller Elementorum Phyfiologiae. Tom. Text.

E. Sandijort Obfervationum anatomico-pathologicarum. Lib. tert. et quart.

152) Beym gelben, in Ostindien einheimischen, Fieber, fand man den Magen brandig Mojeley on tropical Difeafes. London 1788. 8-