Verwachsungen in der Bauchhöhle. 69

Ich sah auch Eiter bey einem Entzündnngszustande des Bauchfells erzeugt werden; allein ich sah nie diese Membran unabhängig von dem Absterben eines Eingewei­des abgestorben. 14I )

Ich hatte verschiedenemale Gelegenheit, eine weiße, weiche, körnige Materie zu beobachten, welche sich über­all hinter dem Bauchfell befand. An einigen Stellen bildete sie eine Maste von beträchtlicher Dicke, an andern war sie iu einzelne kleine Masten zerstreut. In einem Fall, dessen ich mich erinnere, bildete sie eine Substanz von der Dicke einer 5 )and, zwischen dem Vauchfall und denBanchmus, keln, wahrend, daß sie in kleinen abgesonderten Portionen, im Gekröse und dem Theil des Bauchfells, welcher den Darmkanal überzieht, sich zerstreut befand. Das Netz sah ich bisweilen zu einem Klumpen von dieser Substanz verändert. Die Materie selbst schien mir scrofulös, denn sie glich aufs genaueste der Struktur einer Saugader- Drüse, ehe solche in Eiterung übergeht. Ich bin ungewiß, in wiefern diese Erscheinung sich zu den Krankheiten des Bauchfells rechnen laßt; diese Materie sindet sich (wenig­stens in den Fällen, die ich sah ) nicht im Bauchfelle selbst, sondern hinter ihm, doch hangt sie ihm zu gleicher Zeit an. 14 2 ) Dieser Fall scheint jedoch im Ganzen, hier schick­licher als sonst irgendwo angebracht zu werden.

Ich sah auch einige kleine, krebsartige Geschwülste ans dem Bauchfell hervorwachsen. Diese Geschwülste waren außerordentlich hart, von weißer Farbe, und glichen ge­nau in ihrer Struktur den krebsigen Massen, welche im Magen gebildet werden. Was diese Gleichheit, die ich meyne, außer Zweifel setzt, war, daß sich in dem nämlichen Leichnam eine krebsige Geschwulst am Magen fand. Die krebsigen Geschwülste des Bauchfells, waren ganz und gar

141) Auch dieses kommt vollkommen mit meinen Erfahrungen überein. ;

" rgr) Diese krankhafte Erscheinung ist mir auch anf-die nämliche Art vorgekommen.

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