58
Fünftes Kapitel.
und doch konnte nichts in den benachbarten Theilen entdeckt werden, was einen Grund von dieser Erscheinung batte angeben können. Es fand sich keine Verstopfung, an seiner Einfügung ins Venensystem, welche man natürlich hatte erwarten sollen. Herr Cruikshank hat bereits in seinem Werke übers Saugadersystem *) dieser krankhaften Erscheinung des Saugaderstammes gedacht.
Den linken Saugaderstamm, hat man durch eine erdige, in seine Höhlung abgesetzte Materie verstopft gefunden. Es ist keine nvthwendige Folge, wenn der Saugaderstamm an einer Stelle verstopft ist, daß der Speisesaft dadurch am Einstießen ins System der Blutgefäße gehindert wird. Der Saugaderstamm schickt nicht selten einen oder mehrere Aeste ab, welche sich wieder mit dem Hauptstamme vereinigen. Wenn unter solchen Umstanden eine Verstopfung in einem Theile des Hauptstammes, zwischen dem Ursprünge und der Endigung dieser Aeste, Katt finden sollte: so würde nichts übles erfolgen; einer oder mehrere dieser Aeste wür- _J den erweitert werden, und den Speisesaft in vollem Maaße
ins Blut führen.
Man hat denSangaderstamm geplatzt* 2 4 ) gefunden,^) obgleich dieses äußerst selten ist.
Saugaderdrüsen. I2S )
Die Saugaderdrüsen in der hintern Brustscheidewand, sind eben so gut, als in jedem andern Theile des Körpers,
*) Siehe die zweyte Ausgabe Seite 227; auf der fünften Tafel ist sie in Kupfer abgebildet.
**) Lieutaud Tome 2. Seite
124) Bassius leitet daraus den sogenannten thdroxs laNeus
her— Obfervationum Decade fecunda, Obfervat. II.
Schon Guiffart will ihn in einem Knaben von vierzehn Jahren geplatzt gesehen haben — Bey Bartholin, Opera,
pag. 490.
12;) Da hier bloß von den Saugaderdrüsen in der hintern Brustscheidewand die Rede ist, so enthalre ich mich aller ferner» Bemerkungen über die Saugaderdrüsen im allge-