44 Viertes Kapitel.
an der gemeinschaftlichen Substanz der Lungen. Schnitt ich verschiedne dieser Geschwülste durch, so fand ich keine von ihnen in einem Anstande von Eiterung. Sie waren gemeiniglich so groß, als eine Stachelbeere, und saßen auf der Oberfläche der Lungen: jedoch waren einige kleinere von ihnen durch die Substanz der Lungen zerstreut. Diese unterschieden sich sehr in ihrem Ansehen von den gemeinen zuletzt beschriebenen Knoten, und sind die Wirkung eines krankhaften Prozesses, welchen man wahrscheinlich sehr unvollkommen kennt.
Bey Oeffnung der Brust, ist es gar nicht ungewöhnlich, zu finden, daß die Lungen nicht zusammen fallen, sondern daß sie vollkommen die Höhle an jeder Seite des Herzens ausfüllen. Werden sie naher untersucht, so erscheinen ihre Zellchen mit Luft angefüllt, so daß man auf der Oberfläche eine erstaunende Menge kleiner, weißer Bläschen sieht. Die Aeste der Luftröhre, sind zu gleicher Zeit mit einer schleimigen Flüssigkeit strotzend angefüllt. Dieß ist kein ungewöhnlicher Fall in Leuten, die eine ziemlich lange Zeit an beschwerlichem Athmen, doch ohne Zufalle von Entzündung litten; vielleicht starben solche Personen, wegen eines Mangels an atmosphärischer Luft, welche nicht hinreicht, um diejenige Veränderung im Blute zu bewirken, die doch noth- wendig ist,wenn derKörpervomKreislaufNutzen haben soll.
Die Lungen bilden zuweilen, doch wie ich glaube, sehr selten, ziemlich ansehnliche Zellen, so daß sie einigermaa- ßen den Lungen der Amphibien gleichen. Diese Zellen waren, in dem einzigen Falle, den ich von dieser Krankheit sah, meist von der Größe einer Erbse, nur einige wenige waren so weit, daß sie im Stande waren, eine Stachelbeere aufzunehmen. Sie waren mit einer feinen durchsichtigen Kapsel umgeben, und so zahlreich, daß sie mehr als die Hälfte der Portion der Lunge, wie ich sah, einnah- men. Das einzige Beyspie! von dieser ArtKrankheit, das ich kenne, befindet sich in Herrn Cruikshanks Sammlung; und