Die Flüßigkeit in der Brustwassersucht, ist gemeiniglich von einer braunen oder gelblichen Farbe, doch ist sie auch unter Umstanden rdthlich von einer Beymischung rother Blutkü­gelchen. Sie kommt in ihren Eigenschaften mit dem Blut­wasser überein. Man findet ihre Menge in verschiedenen Fällen gar sehr verschieden, bald betragt sie nur wenige Unzen, bald mehrere Pfunde. Sammelt sie sich in sehr großer Menge in einer von den Seiten der Brust an, so erscheint diese Seite äußerlich dem Auge voller, und bffnet man die Höhle nach dem Tode, so findet man die Lungen dieser Seite, mehr oder weniger zusammengedruckt. Ich -sah eine Lunge so zusammen gedruckt, daß sie nicht größer war, als eine geballte Faust.

Wasser findet man ebenfalls in der Brusthöhle, wo sich beträchtliche Verwachsungen finden. Dieses zeigt, daß ehedem eine ansehnliche Entzündung statt fand, welche in­dem sie wahrscheinlich eine beträchtliche Menge Blutwasser absetzen mochte, 72 ) die Grundlage zur Brustwassersucht legte.

Verknöcherung des Brustfells.

Bisweilen, wiewohl meines Erachtens selten, wird ein Stück vom Brustfell verknöchert. Es besteht aus einer dünnen Platte, und ist bisweilen ziemlich breit. In allen den Fällen, die ich sah, schien mir diese knöcherne Materie einem gewöhnlichen Knochen vollkommen gleich . 7 3 ) Nie sah ich sie einen dicken unförmlichen Knoten, sondern alle­mal eine dünne Platte bilden. 7 4 ) Die Ursache, welche

*) Diesen Umstand erläutert Herr Cruikshank durch verschiedne Bevsprele; in der zweyten Ausgabe seines Werks übers Saugr adersystem. S- n6.

72 ) Man vergleiche hiermit die 6te Note im Ersten Kapitel.

73) Hievon sah ich ebenfalls einige Beispiele, die ich aufhebe und welche völlig die hier beschriebene Beschaffenheit hatten.

74) Doch bildet I.G. Walter in seine» Obfervationibus ana- tomicis, Tab. VII. Fig. 6. pag. 43. Obfervat. 11. ein Mehr

als sechs Zoll langes, rehn bis sechzehn Linien breites, C 2