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Zweytes Kapitel.
scheinen nicht in jedem Tbeile des Körpers von derselben Art zu seyn; ich werde ihre Natur bey Gelegenheit der krank, lichen Erscheinungen an der Leber und den Nieren erklären.
Man hat einen Tbeil des Herzens verknöchert 49 ) gefunden.") Auch fand man erdige Materie in die Fleisch- Substanz des Herzens **) abgesetzt. Keine von diesen Er, scheinungen habe ich selbst beobachtet, und man muß sie als sehr ungewöhnlich ansehen.
Zusätze des Herausgebers.
Wenn man auch die mannigfaltigen angebohrnen Mißbildungen abrechnet,
I. wo man gar kein Herz — 5 °)
*) Morgagni Epift. XXVII. Art. 16. Medical comnlunications. Vol. S. 228.
**) Bonetus Tora. I. (®>. 820 UNb 825.
49) Gemeiniglich sah ich diese Verknöcherungen an der Basis des Herzens. Sie scheinen gar nicht so selten, als derVerr faffer vermuthet. Haller sagt in den Addendis zu feinett
Elementa Phyiiologiae pag. 129. „Numerofiffima exempla ofl’eorum in corde concrementorum reperio ; Infigne circulare cor fere medium ambeuijs depingitur in Muf. Med.; und in seinem letzten Werke de corporis buraani fabrica, Libr.rv. Seit. in. §. 1. pag. 128- sagt er nochmals aus/
drücklich : ,,8ed etiara 06'eara et demum arenofam et lapi- deam tnaffam in cordis telam cellulofam deponi, rarum non
eft;” und führt eine Menge Bcyspiele von beyden Erscheinungen an.
Doch scheint mir's, daß man oft Verknöcherungen für Sternchen ansah und ausgab.
Zu den von Haller angeführten Beyspielen, verdienen noch bemerkt zu werden:
Ghef'e f den Oiteography Tab. I. Fig. 5., der ein drey/ erkiges Beinchen aus dem Herzen abbildet.
Die Abbildung eines muschelförmigen Beins in der Spike des Herzens, siehe in den trefflichen Abhandlungen der chirurgisch - medicinischen Milirairakademie zu Wien, Tab. VH. Seite 287.
50) Daniel Sammlung medieinischer Gutachten, Leipzig 1776- Seite 275.