Polyp oder geronnenes Blut. 19
unterworfen ist, von welchem doch am Ende eine solche Geschwulst abhangt.
Geschwulst am Bogen der Aorta sowohl als in jedem andern Tbeile des Arteriensystems, kommen weit seltner in Weibern , 3 7 ) als in Männern vor. Dieses kommt von Zwey Ursachen: Eine davon ist, daß Weiber, ihrer sitzenden Lebensart halber, einem durch einen schnellern Kreislauf veranlagten übermäßigen Antrieb des Bluts weniger ausgesetzt sind; die andere, daß ihre Arterien einer kränklichen Veränderung in ihrerStruktur weniger unterworfen sind . 3 8 ) Dieses ist ganz und gar nicht, besonders in Ansehung der Arteriengeschwulst, indem auch andere Krankheiten in einem Geschlechte statt finden, von denen das andere großen- Iheils srey ist.
Die Lebensperiode, in welcher Arteriengeschwülste am häufigsten Vorkommen, scheint ungefähr das mittlere Alter zu seyn. Fühlt man sehr starke Schläge des Herzens, fo sind wir nicht immer berechtigt, diese Krankheit für eine Arteriengeschwulst zu halten, besonders wenn die Person jung und weiblichen Geschlechts ist. Ich sah ein Beyspiel einer Verwachsung des Herzens mit dem Herzbeutel/ welche
27) I.G.Walter beschreibt am angeführte» Orte §.Xlii. eine Geschwulst des Bogens der Aorte ans einer Frau.
Ich selbst sah auch ein Aneurysma der Aorte in einer Frau, welches zu Wien in Weingeist aufgehoben wird.
28) Doch sah ich, sowohl zu Cassel als zu Mainz, sehr häufig Verknöcherungen der Arterien auch in werblichen Lerchen.
Mcmal ist diese Knochenmakerie im Zellstoffe zwischen der inner« und äußern Haut der Arterien enthalten.
Seiten fand ich das ganz'Rohr einer Arrerie, die mehr als eine Linie im Durchmesser hält, ringsum verknöchert, sondern gemeiniglich nur stellenweise; oft fand ich'dre Mündung der Arterie an einer solchen Stelle durch dre wie einHügel nach inwendig zu vorgerricbene Verknöcherunas- Materie, nebst der gemeiniglich noch etwas knorpeliges Wesen vorhandey zu ferm pflegt, so sehr beengt, daß kaum die Hälfte ihres Kanals übrig blreb; doch darf man solche Stücke, um hierüber zu urtheilen, niemals trocknen, weil das knorpelige Wesen einer solchen Stelle so sehr durchs Trocknen schwindet, daß die Gestalt eines solchen Hügels fast gänzlich verlohren geht.
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