i6 Zweytes Kapitel.

sie sehr beträchtlich ist,'wird mit mehr oder weniger geron­nenem Blut, angefüllt, welches sich in concentrischen Blat­tern oder Schichten anlegt. Die Häute der erweiterten Arterie , sind beynahe von gleicher Dicke-mit denen im na­türlichen Zustande, und folglich muß im Verhaltniß, wie die Erweiterung zunimmt, neue Materie auf d'ie Häute der Arterie angelegt werden. Diese neue Materie wird wahr­scheinlich in der Absicht abgesetzt, nm die Arterie zu schützen, daß sie nicht so bald Platzt, als außerdem geschehen würde; sie wird durch die Wirkung der Gefäße gebildet. Ein Theil dieser Materie mag vielleicht auch durch. die Wirkung der Tbeile gebildet werden, welche die Arterie unmittelbar berühren.

Die Haute der Arterie, sowohl an der Stelle, wo das Aneurysma gebildet wird, als auch in der Nachbarschaft, werden beträchtlich in ihrer natürlichen Struktur verändert. Sie lassen sich leichter in verschiedene Schichten theilen, und zeigen öfters verknöcherte Stellen. Diese gewöhnlich gelb­liche Stellen , sind entweder in der innern Membran selbst, oder gleich hinter ihr gebildet.

Die Haute der Arterie in der Nachbarschaft der ge­schwollenen Stelle,sind oft von sehr unregelmäßigen Terrur, an einigen Stellen durchsichtig und dünn, an andern un­durchsichtig und dick; bisweilen hat es das Ansehen, als wenn eine doppelte innreHaut vorhanden wäre. Die näm­liche Struktur haben auch die Haute der Arteriengeschwulst selbst. Die Arterien in der Nachbarschaft einer Arterien- Geschwulst, sind in verschiednen Personen auf eine größere oder kleinere Entfernung krampfhaft; doch erinnere ich mich nicht ein Beyspiel gesehen zu haben, wo sie ganz vom Kränk­lichkeit ftey waren. 3I )

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31) Ein sehr merkwürdiges Präparat derArt zeigte mirMonro zu Edinburgh, wo nämlich das Arteriensystem an mehrern Stellen Geschwülste bildet, die ihm ein knotiges Ansehen geben.