6g

Centro der Markhaut zeigt sich sodann äufserst auffallend ein vollkommen rundes Löchelchen mit einem goldgelben Saum, um welches ein Paar starke Aeste der Blut- gefäfse einen schönen Kranz bilden«

a. Markhaut, die über den sogenannten Glaskörper glatt hingespannt erscheint.

Diese Markhaut pafst in Rücksicht der Gröfse und Stellung in das Auge der ersten Figur, so dafs ihr Mittelpunkt mit dem Mittelpunkte der Linse, in der­selben geraden Linie, das ist, in der Achse des Augapfels zusammentriift.

b. Centralloch im Mittelpunkte der Markhaut.

c. Gelber Saum, der den Rand des Centrallochs umgiebt, und gegen das Centrum

hin dunkler, gegen die Peripherie hin allmählig blasser erscheint.

d. e.f Stelle, wo der Sehenerven abgeschnitten worden, und wo er durch die derbe Haut dringt. Sein Umkreis ist nach der genauesten Messung dar­gestellt. Es ist merkwürdig, dafs der Sehenerve in seiner ganzen übrigen Länge vom Hirne an bis zum Augapfel fast noch einmal so dick als an dieser Stelle erscheint. Man vergleiche hiermit nur, aufser der dritten, sechsten und siebenten Figur dieser Tafel, die Figur der dritten Tafel, und die zweyte Figur der letzten Tafel«

In der zweyten Figur dieser Tafel erscheint diese Stelle noch kleiner, theils weil sie wirklich kleiner ist, theils weil sie, wenn sie auch gleich grofs wäre, doch wegen gröfserer Entfernung kleiner erscheint.

e. Dieser schwarze Punkt in der Mitte bedeutet die Mündung der durchschnit­tenen Centralblutgefäfse.

Aus dieser Abbildung wenigstens wird es deutlich, dafs die Benennung Centralarterie und Vene etwas uneigentlich ist. Eine Arterie, die diesen Namen verdiente, müfste wirklich durch das Centrum der Markhaut in c . b. gehen; allein die jetzt diesen Namen führt, bleibt um zwey Linien vom wahren Centro der Markhaut entfernt. g.h.L Drey Flauptäste der sogenannten Centralgefäfse, die noch mit Blut gefüllt waren, h. L Zwey von diesen Aesten, die um das Centralloch einen Kranz bilden, h. Oberer Kranzast. i. Unterer Kranzast. Zwischen h . und i. sieht man einige Zweige dieser Kranzäste' sich gegen das Centralloch hin verbreiten. Die Verzweigung dieser Blutgefäfse ist mit grofser Sorgfalt nachgebildet worden. Man vergleiche hiermit h . u in der zweyten Figur, die diesen Kranz aus einem andern Körper von vornen abbildet.

Eine solche Abbildung der Markhaut ist, meines Wissens, vor mir nicht geliefert worden,

18