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und aufgesaugt bis der Zahn dadurch immer wacklicher wird, und mit entweder größrentheils oder fast gänzlich fehlender, verschwundnerWurzelausfällt, oder als ein abgestorbener, nun fremder Körper ausgetrieben wird.
Das der bleibende Zahn den Milchzahn aufreiben helfe, folgerte man daraus, daß die Milchzahne gewöhnlich an der Seite am meisten abnebmen, wo sie der nachkommende berührte. Doch ist dieses zuverlässig nicht die Ursache, da man 1) die Wurzeln des Milchzahnes auch an solchen Stellen erweicht und verschwunden findet, wo sie der nachkommende Zahn nicht berühren konnte, der nicht nur anfangs duhch eine ganz geschlossene Knochenzelle vom Milchzahne geschieden ist, sondern mit einer Gefäßhaut oft noch-, eine Zeitlang nach dem Ausfallen seines Vorgängers überzogen bleibt. Auch tritt der neue Zahn nicht in die Zahnzelle des alten, sondern mit dem alten verschwindet ein großer Theil seiner Zelle, und eine eigene neue bildet sich um den nachrückenden. 2)
l) ,,Carie absumi Pentium radices.“ Ungebaner. Diss de Dentitione secunda Juniorum ; in Hal lkks Select Diss. Vol. 7. pag. 392. öfter Tioudet: „Sie würden von einer Scharfe angefressen.' Recherches et Qbservations sur toutes les Parties de TArt du Den- tiste. a Paris 1787. pag. 51. wollten wohl das NÜMlichs sagen.