- 58 -

fallend mehr verändert, außer daß die Stirnhöhlen zunehmen, die Zähne täglich mehr abgeschliffen wer­den 4 , die breiten Knochen stärkere Höcker, Leisten, Ränder, Furchen, u. s. w. bekommen, die langen Knochen eckiger werden, und die g e m i sch t e n Knochen ein rauhes unebenes Ansehen erhalten.

§. 39 -

Indessen werden die Knochen dennoch immer fortgemodelt, wie Versuche mit Färberröthe und kränk­licke Umstände beweisen. Verdünnt sich z. B. ein Sehenerve, so wird auch sein Loch im Knochen ver­kleinert. Wird ein Knochen verrenkt, so schwindet, wenn er nicht gehörig zurück gebracht ist, allmahlig das alte Gelenk, ohne fast eine Spur von sich zurückzulass sen 5 . Entsteht ein venerischer Knoten, so ver­schwindet er bey gehörigen Mitteln wieder. Bricht ein Knochen, so wird er vollkommen wieder vereinigt 6 . Liegt ein Knochen zu lange Zeit unbeweglich am andern, so verwachst er mit ihm von innen und aussen so vollkommen, daß man durchaus keine Spur einer

4) Prochaska Ann. acad. Fase. I. U\tt Tafel-

5) Al bin. Annot. acad. Libr. 5. Tab. lind Edw. Sandi- fort im Mjiseo anatomico Academiae Tugduno-Batavae

bilden solche Veränderungen an den Hüflbeinpfannen ab. Ich besitze ein paar Dutzend gleiche Stücke- Loesecke Obs. anat. chir. Berol. 1754. Tab. I Paletta de claudicatione congenita. Tab. I.

6 ) Bonn. Tab. oss. morbosorum.X- XI. XIII. vvrtresiich.