2
In der Hoffnung, dafs diese, eben so neue, als durch den Inhalt gegenwärtiger Steinplatten, wahrer Diplome aus dem Archive der Vorwelt, beurkundete Thatsache^ der Aufmerksamkeit der kön. Akademie der Wiss. nicht unwürdig seyn dürfte, habe ich die Ehre, diese Stücke sowohl in der Natur selbst, als in den nach ihnen genau in natürlicher Gröfse gefertigten Abbildungen, nebst deren Erklärung derselben vorzulegen.
Insbesondere munterte mich der Beyfall auf, den meine hochgeehrtesten Herren Collegen meiner Abhandlung über den Cro- codilus priscus ungetheilt schenkten, dieses Seitenstück dazu zu liefern.
Herr Graf J. Ad. Reis ach hatte die Gefälligkeit mir diese Stücke auf die libcraleste Weise zu überlassen.
So viel ich erfahren habe, brachen sie in einer der Bohn- erzgruben, des Meulenhards bey Daiting ira Landgerichte Monheim, in der Gegend, wo auch der Crocodilus priscus zu Tage kam. Ihre Lagerstätte war bey zehn Schuh unter der Erde, folglich mehr als noch einmal so tief, als die Lagerstätte des Crocodilus priscus.
Jammer Schade, dafs die vielleicht schon vor Jahrhunderten zersprungene Steinplatten, welche diese Knochenreste enthalten, nicht nur beym Ausbrechen vollends in mehrere Stücke, von verschiedener Gröfse, zerfielen, sondern dafs manche der wichtigsten von ihnen, gänzlich verloren giengen. Indem man nämlich beym Brechen dieser Platten allererst aufmerksam ward, als man zufällig an einem Abfalle Zähne erblickte, war es schon viel zu spät, um aus uera Schutte die übrigen fünf bis sechs dazu gehörenden, bereits weggeworfenen Stücke wieder heraus zu finden.
In-