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den Originalen und eigens wiederholten Zergliederungen das wenige an Vollständigkeit abgehende hinzu.

Folgender Plan hegt im Allgemeinen der Anordnung der Tafehi zum Grunde.

Erste Tafel. Den Anfang macht die Schilderung des Aeufseren eines vollkommenen, gut beschaffenen, ausgewach­senen Auges, wie es im Leben erscheint, nach der auffallendsten Verschiedenheit des Geschlechtes, und der Extreme seines Ver­hältnisses zu den Lichtstrahlen. Hierzu ward die erste Tafel bestimmt.

Zweite Tafel. Das schlafende Auge führt durch den natür­lichsten Uebergang von der Betrachtung des lebenden Auges zur Betrachtung des todten. Es leitet mittelst seiner ausgebreiteten und geschlossenen Ueberzüge, zuerst auf die nähere Untersuchung dieser Ueberzüge oder der Augendeckel. Mit diesen beschäftigt sich folglich die zweite Tafel. Sie zeigt zuvorderst die Bewe­gungsfasern, oder den sogenannten Schliefsmuskel der Augen­deckel im ganzen Umfange, sodann die Nerven, die theils diese Muskelfasern zur Aeufserung ihrer Spannkraft nach unserer Willkülir bringen, theils für die Augendeckel Empfindung verschaffen. Sie zeigt die Arterien, welche den Augenliedern Blut zuführen, und die Venen, welche das benutzte Blut ableiten; sie setzt darauf die Bestandteile der Augenlieder, ihre Haare, Drüsen, Häute und Thränengeräthschaft auseinander.

Dritte Tafel. Von der Kenntnifs der gemeinschaftlichen Bewegung der Augendeckel ist der natürlichste Uebergang sowohl zur Betrachtung der Bewegung des oberen Augendeckels insbeson­dere, als der Bewegung des Augapfels im Ganzen und Besondem. Die dazu bestimmten Werkzeuge schildert also die dritte Tafel. Um aber die wahre Lage, die Befestigungsart mittelst des Selie- nerven und somit den Spielraum des Augapfels, die unbeweg-