Anwendung des Quecksilbers nicht nur in ihrem .Wachsthum aufgehalten, sondern sogar wieder vernichtet werden.

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§ 7 1 *

Die Erkenntnifs solcher schwammigen Auswüchse ist aus zwey Ursachen nicht leicht zu erreichen. 1) Sind sie selbst zu weich, um durch den Mastdarm'und die Häute der Blase gefühlt zu werden, s) Ist gewöhn­lich zugleich die Harnblase viel zu dick und zu hart, um sie wahrnehmen zu lassen. Um so weniger mufs man sich wundern, dafs selbst angesehene Wundärzte sich in der Diagnosis irrten, und, indem sie einen solchen Schwamm für einen Stein hielten, wirklich zum Steinschnitt schritten, wie Daleciiamps a ) und Portal h ) davon Beyspiele anführen c ). Agasson d ) wollte sie im Leben dadurch erkannt haben, dafs, ungeachtet der in die Blase gebrachte Catheter auf etwas stiefs, dennoch weder der Harn aus der Blase, noch eine Einspritzung in die Blase hinein wollte.

§. 72.

Lässüs c ) erklärt wohl mit Recht diese schwammigen Auswüchse meistens für unheilbar. Mir ist nicht unbekannt, dafs jlk Cat ^), der einen solchen Schwamm in einer Frau weggeschnitten haben wollte, eine eigene Scheere zu ihrer Ausrottung angab und abbildete. Platner und Zuber ratlien, die Operation des Steinschnitts zu machen, und solche Geschwülste durch milde Mittel zu zerstören. De sau et soll dieses wirklich ausgeführt, und einen solchen Auswuchs, nach gemachtem Stein«

a ) Chirurgie fran^aise. E^on. i 56 g.

b') Precis de Chirurgie pratique. Paris 1767. 8.

c) Le Blanc in Desaülis Journal de Medicine Art. 21. sah einen ähnlichen Fall.

d) Journal de Medicine. Tom. XVI.

e ) Pathologie chirurgicale. Paris i 8 o 5 . pag, j 5 .

J") Philosophical Transactions. Vol. 47. Aus denselben in Leskes Uebersetzung dieser Abhandlungen. 4* Thl. Tab. 1. lig. 6 .