ferner, 3a es wahrlich schon schlimm genug ist , ein Organ von 3er Erheblichkeit der Harnblase, in einem ohnehin kranken, oder wenig­stens leidenden Zustande verwunden zu müssen, so wird man wohl um So mehr wünschen, alle andern Leiden aus ihrer Nachbarschaft möglichst zu entfernen, folglich gerade den ihr allernächsten, noch dazu so dicht mit ihr verbundenen Tlieil, den Mastdarm nämlich, verschonen zu kön­nen , dessen Durchstechen schon an und für sich gar nicht gleichgültig seyn kann.

Der Schnitt, oder Stich durch die gesunde Haut des Schamberges beym Blasenstiche über den Schambeinen , läfst sich wenigstens dem Stiche durch den Mastdarm keineswegs gleichschätzen. Ein gewissen­hafter Arzt wird nie, nach Art unStäter und flüchtiger Operateurs, blos auf einige Tage glänzende Wirkungen hervorzubringen trachten, son­dern sich die entferntesten und spätesten Folgen seines Heilverfahrens eben so eifrig angelegen seyn lassen. ~ : - ... v

§ 4«-

^/ Die Verletzung« der Prostata, die freylich entweder durch Erregung eines Fistelgeschwüres, Erschöpfung zur Folge haben könnte, oder selbst tüchtig durchstochen, durch ihre Schnellkraft sich der hin­reichend langen Offenerhaltung des gemachten Kanales widersetzen würde, will ich nicht zu hoch anschlagen, da sie ein geschickter Wundarzt wohl zu verschonen wissen wird, folglich eine Ungeschick­lichkeit des Operateurs der Operation selbst nicht zum Fehler angerechnet werden darf.

§. 46.

y/ Aus gleichen Gründen der Billigkeit möchte ich auch nicht die mögliche Verletzung eines Ductus deferens, oder eines Samen- bläschens welches eine Samenfistel, oder eine eigentliche, wahre, unheilbare Gonorrhoe veranlassen könnte, zur Hintansetzung einer Me­thode , die sich übrigens vorzüglicher zeigte, anführen, weih mit der