den Knochenauswüchsd (Gichtknollen) an den Lendenwirbeln und atn : Kreuzbeine, auf die Nerven der Harnblase seinen mir ebenfalls Blasen­lähmung zu entstehen; desgleichen ,finde ich sie auch von Naüciie angemerkt a ).

§ 39.'

Nur zu häufig liegen entfernte Ursachen der Blasenlähmung, in der ehedem in Jugendjahren getriebenen Onanie, oder in venerischen Ausschweifungen, welche den ganzen Körper, folglich auch, besonders in Leuten von grofser Lebens Constitution, die Harnblase, wie ich schon in der Einleitung bemerkte, schwächten.

Auch gesellt sich die Blasenlähmung als Symptom zur Entzündung und zum Krampfe der Harnblase, besonders ihres Halses, wie wir eben­falls schon oben §. 1. und §. 12. sahen.

Andere zufällige Ursachen der Blasenlähmung durch äufsere Gewalt­tätigkeiten, z. B. einen Stofs, Fall *), Schlag auf die Schambeine oder aufs Mittelfleisch, durch den Druck des Rückenmarks bey der Cyphosis, durch Erschütterung des Rückenmarks, durch Krankheiten der Nieren, Krankheiten des, Mastdarms u. s. f. scheinen mir aufser dem Kreise der Preisfrage zu liegen. H , *

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§ 4 °*

Die Heilung der Blasenlähmung (abgesehen von Harnsteinen) ist nach dem Grade und den Umständen der Krankheit, gar sehr ver­schieden.

Das erste, gewöhnlichste und zuverlässig beste Mittel ist die Ein­

et) Er nennt die Retention durine par paralysie eine affection des nerfs sacrales.

So erzählt Schwarze Diss. Lotii suppressio uude? Marburgi 1790, von sich selbst', durch einen Fall auf dem Eise, welcher die Nerven der Harnblase lähmte, eine Blasenlähmung erlitten zu haben. So erklärt J. A. Schmidt die paralysis vesicae nach einem Falle auf den Rücken, aus dem Drucke des nach innen getrie­benen ersten Lendenwirbelbeins aufs Rückenmark, S. 87. seines Commemarius de Nervis lumbalibus. Viudob. 1794*