35
dien abgegansrenen Bruchstückchen bemerkt haben. Ich lasse dahin ge» stellt seyn, ob dieses nicht mitunter etwa fest gewordener Schleim gewesen seyn mochte, dergleichen man beym Blasencatarrh §. 19. abgehen sieht, um so mehr, da selbst Morgagni über ähnliche Beobachtungen nichts zu entscheiden wagt. ■».
* fyifj 3Ul *.~t
§• 28.
D ie bedenklichen Zufälle, welche sich mit unter zu solchen Blasengeschwüren gesellen, sind nicht nur aus dem schon Gesagten leicht abzunehmen, sondern bereits von Cklsus*) ausgesprochen worden, in dem er schrieb: „Non ignoramus, orto cancro vesicae (worunter hier wohl nur ein Geschwür zu verstehen ist) saepe affici stomachum, cui cum vesi* ca quoddam consortium est: ex eoque lieri, ut neque retineatur cibus, neque, si quis retentus est, concoquatur, neque corpus alatur: ideoque ne vulnus quidem aut purgari aut ali possit quae necessario mortem infe- runt.” Das Nämliche ist leider nur zu oft von sehr vielen Schriftstellern wiederholt worden. Die fast durch keine Kunst hinlänglich zu mildernde Schärfe des HarÄes Bey alten Männern erneuert beständig durch Reizung der Geschwüre die wahrhaft nagenden Schmerzen solcher bedaurungswlir- digen Kranken. Indem nun vollends jeder noch so unbedeutend scheinende Fehler in der Diät, jede Gemiithsbewegung, ja fast jeder beträchtliche Witterungswechsel diese Plagen vermehrt, so werden die ohnehin geringen Kräfte solcher alten Männer bald völlig aufgezehrt, besonders da selbst jüngere Männer, unter solchen Umständen, am Marasmus dahin sinken.
Indessen hat man doch Beyspiele, dafs selbst unter den ungünstigsten Umständen Blasengeschwüre heilten.
§. 29.
Da alle Geschwüre der Blase, nur als Folge einer örtlichen oder
5 *
*
') Libro VII, Cap. 2*7.