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Ausleerung, und veranlafst öftere Harnverhaltung. Nach der Ausleerung des Schleims hört das Brennen in der Blasengegend auf, findet sich aber allmählig mit der Ansammlung desselben wieder ein.
Ist die Ausleerung anhaltend und stark, so verfällt der Kranke in hektisches Fieber und zulezt gerne in Desorganisation seiner Harnwege; z. B. Geschwüre in der Harnblase §. 2 5 . Günther fand in einem 72jährigen Manne, die geborstene Harnröhre eine Fistel bilden, welche jedoch geheilt wurde. Auch fand er bey Leichenöffnungen am Blasen- catarrhe Gestorbener, die Harnblase verdickt, entzündeT^%tngefressen, macerirt, und mit den benachbarten Theilen verwachsen,
§. 20.
Der Blasencatarrh unterscheidet sich
1) von Steinbeschwerden d) durch die Abwesenheit irgend eines vorhergegangenen, einen Stein verrathenden Zeichens, h') Durch die Erleichterung bey der Zusammenziehung und völliger Entleerung der Harnblase, da umgekehrt beym Blasensteine der Schmerz gerade bey angefüllter Blase am wenigsten, bey entleerter Harnblase am meisten zu wüthen pflegt, c) Die Untersuchung durch den After verräth keinen fremden Körper, d) Eine in die Blase gebrachte Sonde entdeckt ebenfalls keinen harten Körper, e) Herrscht der Blasencatarrh , epidemisch, nicht so der Stein.
2) Von der honigten Harnruhr unterscheidet sich der Blasencatarrh durch den diesem Schleim mangelnden honigartigen Rückstand nach dem Abdampfen, durch keine so auffalleude Abmagerung des Körpers, durch keinen so merklichen Hunger und Durst. Schwerer ist er freylich von der geschmacklosen Harnruhr zu unterscheiden.
3 ) Von der Eiterung der Blase unterscheidet sich der Blasencatarrh durch seinen Schleim, weicher häufig, durchsichtig, fadig, flockig und klumperig erscheint, wenn Eiter dagegen als ein schwerer unzusammenhängender, weifser, der Stärke ähnelnder Satz zu Boden sinkt,