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%tt hiesigen Hohen Schule Niklas Joftph Kreyherr v/Jacquin, 'der Arzneykunde Dykr-or, dcS königl. Ungarischen St. Ste­phans-Ordens Ritter, Sr. k. k. ap. Maj. wirklicher Bergrath, ehemaliger Professor der Chemie und Botanik, rnehrcrer So­zietäten der Mrssenschafterr Mitglied, ein­stimmig gewählet. Den §. Dezember haben der neugewählte Kekwr und die neugewähiren und bestätligten Dekane, -als: Mathias Skeindl, der Theologie Doktor, k. k. Ni. Oe. RegrcrungSrath , ehemaliger Professor der griechischen Sprache und der Lehrgegenstärrde des neuen Bundes, und der theologischen Fakultät Dekan; Johann Gottfried Rit­ter v. Rößler, der Rechte Doktor, k. k. Rath, k. k. Hof- und Ni. Oe. Kammerpro- kurutors Adjunkt, und der juridischen Fa­kultät Dekan; Andrä Vrataffewiy, der Arzneykunde Doktor, k. k. Hofmedikus, und der medizinischen Fakultät im dritten Jahre Dekan; endlich Zohayn Georg Plenker, der Philosophie und LrjneMnde Doktor, und der philofvvhischen FÄkultät Dekan, dem an diesem Tage gewöhnlichen feyerlichen Gottesdienste in der Metropo- Ntankirche bey St. Stephan beygewohnet.

Die k. k. medizinisch-'chirurgische Jo- sephsakgdemie hat im Jahre 1306 und 1307 zwey Fragen unter der Form einer ausserordentlichen «Kd prdeut­lichen Preisaufgabe ausgestellt, und auf die genügt!) uende Beantwortung der erstera, welche schon zum dnttenmale wiederholt wurde, undwobey die Kon­kurrenz allgemein war, einen Preis von L00 fl., auf jene der letzter«, mobep sich die Konkurrenz bloß auf dieFeldärzte der Oesterreichisch - kaiserl. A^mee erstreckte , einen Preis von 2 goldenen Medaille», jede von 10 Dukaten an Werth, gefetzt. Das Thema der ausserordentlichen Prew- Mfgabe betrafdie Kurart der schnell und langsam tödtlichen Krankheiten der Harnblase und Harnröhre bep Männern vom hohen Alter, /abgesehen von Harn- steinen);" die ordentliche Preisaufgabs

enthielt eine Aufforderung an die Oester- reichifchen Feldarzce zur Bearbeitung medizinischer Topographien von irgend ,^mer Festung der Oesterreichischcn Mo- narchie^ oder von was immer für einem Standquartiere eines Infanterie - oder Kavallerieregimentes." Diese für dle Militär- Heilkunde, und für die medizi­nische Kriegspolizey so änfferst wrchrige Frage haue den erwünschten Erchlg, daß acht Topographien einliefen, zwey näm­lich von der Festung Josephstadt, nur von der Festung Ollmütz, eine von der Festung Karlsburg, eine von Pettau, eine von Steyermark, etue von Wcst- gallizien, und eine von Slaoomen und Syrmien, welche, vHaa (u auch nicht gerade für vollendete Meisterwerke gelten können, doch alle, bisaufzwey, hie trefflichsten Materialien den künftigen Topographen überliefern. Dte Duech- lefung und Würdigung der eiutzelsufenc« Konkurrenzschriften beschäftigte die Preis­richter durch mehrere Sitzungen, und nachdem das Unheil über den Werth jeder einzelnen Schrift berichtigt war, ließ die Akademie, dem Herkommen ge­mäß, in eines am 1. dieses Monats ab­gehaltenen feyerlichen Sitzung, bey wel­cher alle hier in Wien befindlichen aka- i demischea Mitglieder geg.nwärtig waren, ! die Resultate bekannt machen^ Diese f Resultate find folgende: Rnckfichtlich der f ausserordentlichen Preisaufgasie hat die c Akademie die mir dem Motto öberfchrie- ! bene Abhandlung: Eft eliam quiete et pure et eleganter actae letatis placi- da ac leuis ieaectus , dks'Preises wür­dig gesunden. Ihr Verfasser ist der ver* dienHvvlle, und durch seine klassische Wer­ke rühmlichst dekanme grosse deutsche Anatom, Thomas v. Sömmeriag zu München, königl. Bayerscher gcheimer Rath, Ritter des Zivil- Verdienstorden-, und mehrerer gelehrten Gesellfchafte« Mit­glied. Von den Mitarbeiter« der zweytea Aufgabe hat Dr. Tschöpern, Regiments- feldarzt bey Württmberg Infanterie