A n k ii n d i g u n g

- d e !

aufsdilör'd eh11 i c h e n Frei sauf

ist >i i.

A \ ® vom Jahre 1806. bis Ende des Jahres 180p, 1

' - h ll H

u - I' I . wrnm u rmwuuw »« « 1

V f .

\J ' \ f

V on den be,yden anfserordeotlicken Preisfragen , welche die k, auch kv k. medicji nisch-chirurgische Josephs - Academie Zweymahl nach einander zur öffentlichen Beantwortung aufstellte ^ ist jene, welche die Krankheiten der Harnblase und Harnröhre zum \

Gegenstände hat, noch nicht so beantwortet worden, dafs sie aufgelöset heissen könne. Unter den eingelaufenen Abhandlungen zeichnet sich zwar manche gehaltvolle Schrift-aus, doch keine hat in praktischer Hinsicht geleistet - , was in dem Inhalte der Frage liegt. Die Academic würde die Frage ganz fallen lassen, wenn sie nicht von der Wichtigkeit des Gegenstandes, und von dem wesentlichen Gewinn , welcher aus den Resultaten einer gründlichen Bearbeitung desselben für die Menschheit hervorgehen mufs, so innig durchdrungen wäre. Sie glaubt es daher die^ sem höherft Beweggründe schuldig zu seyn, dafs sie zum dritten Mahle die Aufgabe wiederhohlt, und von neuem einen Preis von 200 fl. an Werth auf, die genngthuende-Beantwortung folgen* der Fragen setzt: -

Welchen schnell und langsam todtlichen Krankheiten der Harnblase und der Harnröhre (abgesehen von. Harnsteinen) sind Männer im hohen \Alter ausge­setzt? Welche Ursachen erzeugen diese Krankhei­ten? Welche Phänomene begleiten sie , und wie un­terscheiden sie sich bestimmt von einander , und vor­züglich von Steinbeschwerden? Welches ist die jeder Kjrankheitsbeschaffenheit der Harnblase oder Harn* rohre angemessenste und zweckmäfsigste Curart?

|)ie Akademie jviinscht überhaupt, dafs die Preisbewerber einen physiologischen Standpunkt »ehmeit.raÖchten , von wo aus siejfdie von dem Normalzustände abweichende Beschaffenheitdes Organs, taid. jedes durch anatomische Nomenklatur bezeichnten Organtheils am richtigsten pa-i thologisch llncfrtherapeütisch betrachten könnten, ohne jedoch an der Klippe der Einseitigkeit zii, stranden, welcher'man nie ausweicht, wenn-dätf Organ gleichsam aus dem Organismus heraus­gehoben und isolirt wird, und die Wechselbestimmungen zwischen beyden überall nicht berück­sichtiget werden. So willkommen der Academie jede auch freyeste Untersuchung dieses Gegen-*

Standes seyn wird, so mufs sie doch ihrer Absicht gemäfs insbesondere wünschen: j

/

\