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rung angemeflen, gleichfalls verändert feyn muf­fen, und zwar fo lange, als lieh noch Reite des PflanzenltofFes in jenem Fluido nerveo vorfin­den; z. B/Eine mäfsige Gabe Mohnfaft, etwa i5 Tropfen laudanum liquidum, verrathenin ei­nem Menfchen von beitem Alter in wenig Mi­nuten ihre Wirkung auf das Nervenfyftem, welche ohngefähr drey Stunden lang dauert.

Da aber diefe charakteriltifchen Kräfte oder Eigenfchaften der Pflanzen bekanntlich weder mit dem Gerüche noch mit dem Gefchmacke derfelben in einem Verhältnifle Rehen, weil manche Gewürze Rark riechen oder Rark fchme- cken, ohne deswegen verhältnifsmäfsig auf an­dere Nerven eben fo Rark von innenher (dafs ich mich fo ausdrücke) als auf die Nerven der Nafe oder der Zunge von auflenher zu wirken, fo möchte es wohl immer noch die Mühe be­lohnen, feiner oder näher als bisher gefchehen zu feyn fcheint, durch genaue und wiederholte Beobachtungen auszumitteln und zu beRimmen zu fuchen: Welche PRanzenRoffe auf diefes, welche auf jenes Nervenpaar vorzüglich, ich will nicht Tagen, ausfchliefslich einwirken? Denn,