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Ich übergehe die Fälle, in welchen ich und andere ein gleiches Schwinden des Sehnervens bey Thieren beobachteten, beFonders bey Pfer­den, wo wegen der ausnehmenden GrüfFe der Aug-Aepfel und der Dicke und Länge des Seh­nervens , der Unterfchied zwifchen, dem gefun­den und kranken Sehnerven um fehr vieles merk­licher als im Menfchen erfcheint. Einen fol- chen Fall hat der berühmte Ebel a) aufs trefF- lichße felbft bildlich dargeßellt.

§ 38 .

Den dritten, vierten und fechsten Hirnnerven traf ich einigemale, auf der Seite eines verdorbenen Auges, merklich dünner oder kleiner an, als auf der Seite des gefunden Au­ges, fowohl in Menfchen als in Thieren.

§ 39 -

Den Gehör - Nerven fand Arend b) bey einer tauben Perfon wie vertrocknet.

a) Obfervationes neurologicae ex Anatome comparata, wieder abgedruckt im dritten Bande von Ludwigs fcriptores neurologici minores.

b) De Cephalalgia. L. B. 1675.